Kirchenfenster

Anker

Fenster Anker

Das „Schiff, das sich Gemeinde nennt“ als Symbol fĂŒr die christliche Kirche, das kennen wir. Vom Kirchenschiff sprechen wir und denken dabei auch an die Geschichte, als Jesus auf dem aufgewĂŒhlten See Genezareth den Sturm stillt und seinen JĂŒngern Mut zum Vertrauen macht.

Da, wo Sturm und Wellen gegen das Lebensschiff schlagen, wo sie es umwerfen und leckschlagen wollen, da braucht es einen Anker, um Halt zu finden. Da, wo ein Schiff ankert, da ist Hafen, Zuhause, Ruhe. Daran erinnert unser Kirchenfenster. Christus, der Anker, der uns in den LebensstĂŒrmen festhĂ€lt.

„Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mĂ€chtig; der HERR aber ist noch grĂ¶ĂŸer in der Höhe.“ So lesen wir im Ps. 93. Und wenn wir in dem Adventslied „Es kommt ein Schiff geladen“ singen: „Der Anker haft’t auf Erden, da ist das Schiff am Land“, dann bekennen wir: Christus ist zu uns gekommen. In ihm ankern wir. An ihm ist unser Glaube festgemacht.


Paulus

 

Fenster-PaulusNehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Eph. 6, 17

Paulus. So ist sein römischer Name. Eigentlich heißt er Saulus. Sein Vater hatte das römische StaatsbĂŒrgerrecht gekauft. Darum mussten zusĂ€tzlich römische Namen her. Und es hat spĂ€ter diesem Missionar Christi manches Mal geholfen, römischer StaatsbĂŒrger zu sein.

Diesen Paulus hat sich Christus erst nach der Auferstehung, nach Pfingsten in seinen Dienst berufen. Da ist Paulus, der PharisĂ€er, gerade auf „Christenverfolgungstour“.

Ein leidenschaftlicher KĂ€mpfer ist dieser Mann. Schon als er sich gegen die neue „Sekte“ der Christen engagiert. Und er bleibt es auch nach seiner „Bekehrung“ zum Missionar Christi. Das Fenster zeigt seine Kampf-Waffe: ein Schwert. Ein Schwert? Ja, scharf geschliffen; aber nicht aus Stahl. Wer genau hinsieht, entdeckt: das Schwert ist das Kreuz, das Paulus in der linken Hand trĂ€gt, die dem Herzen zugewandt ist. In der Rechten hĂ€lt er eine Schriftrolle: das Wort. Gottes Wort. Und damit es jeder erkennt, weist das Schwert-Kreuz mit seinem Griff auf die Schriftrolle. Das ist seine Waffe: das Wort vom Kreuz. Damit sucht er die Menschen auf in der damals bekannten Welt, grĂŒndet Gemeinden, schreibt ihnen von Jesus Christus. KĂ€mpft mit Gottes Wort um sie und fĂŒr sie.

Ohne ihn gĂ€be es in Europa wohl kaum das „christliche Abendland“.